Wassertaufe

Wassertaufe

Autor: Markus Rex

 

Hintergrund
Die Schreiber des NT setzen die Taufe in Wasser als bekannt voraus. Schon zu atl. Zeiten gab es Reinigungsbäder und religiöse Waschungen, die in der prophetischen Verkündigung Sinnbild für die Reinigung von Sünden werden[1]. Für diese Tauchbäder legte man in späterer Zeit spezielle Mikwen[2] an. Vielleicht entwickelte sich aus diesen rituellen Bädern die Taufe, die in der essenischen Gemeinschaft in Qumran praktiziert wurde. Wahrscheinlich wuchs Johannes der Täufer dort auf und war dadurch mit der Taufpraxis vertraut. Etwa zu dieser Zeit kam auch die Proeslytentaufe auf. Sie wurde neben der Beschneidung das damals allgemein anerkannte Aufnahmeritual für Heiden in die jüdische Gemeinschaft und somit zur Zugehörigkeit zum Volk Gottes.

Der Taufe ging immer die Buße voraus, die aber mehr war, als ein bloßer Gesinnungswandel. Es war die völlige Absage an das vorherige Leben als Heide, einschließlich des gesamten Lebenswandels und der früheren Religion bzw. Philosophie. Dem folgte die Bereitschaft zur Hinwendung an das neue Leben gemäß der jüdischen Religion, verbunden mit einer neuen Lebensführung. Diese Buße wurde dann durch die öffentliche Taufe bekräftigt, die das Sterben des alten Lebens und die Auferstehung zu einem neuen Leben symbolisierte. Dabei legte der Täufling sein altes Gewand ab, stieg ins Wasser und wurde vollkommen untergetaucht. Auf der anderen Seite kam er wieder heraus und zog ein neues Gewand an.

Als Johannes d.T. schließlich auftrat und Buße predigte, wussten die Juden genau, worum es ging. Sie gehörten zwar durch natürliche Abstammung zu Gottes Volk, doch das reichte nicht aus, denn Gott könnte dem Abraham sogar aus diesen Steinen Kinder erwecken, wurden sie ermahnt (Luk 3,8). Das war ungeheuerlich. Johannes stellte sie den Heiden gleich. Das Volk kam trotzdem, ließ sich taufen und vollzog so eine neue Herzensumkehr zu Gott, während die selbstgerechten Pharisäer sich darüber empörten und sie ablehnten[3].

Indem Jesus sich zu Beginn seines Dienstes selbst taufen ließ, bestätigte er sowohl diese Taufpraxis als auch den Auftrag Johannes d.T.. Natürlich hätte sich Jesus nicht für sich selbst taufen lassen müssen. In der Taufe identifizierte er sich vielmehr mit den Sündern und machte deutlich, wozu er gekommen war. Er würde für die Sünder sterben, auferstehen und so neues Leben bereitstellen[4].
 

Auftrag
Diese Taufe zur Buße praktizierte nach Johannes auch Jesus bzw. seine Jünger, doch es war noch nicht die christliche Taufe auf den Namen Jesu[5]. Erst im Neuen Bund ist die Vergebung der Sünden möglich geworden. Nachdem Jesus das Erlösungswerk vollbracht hatte, gab er mit dem sogenannten Missionsbefehl auch den Auftrag, die an Christus gläubig gewordenen Menschen zu taufen.
 

Matthäus 28,18-20
Und Jesus trat herzu, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden. So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit! Amen.
 

Markus 16,15-16
Und er sprach zu ihnen: Geht hin in alle Welt und verkündigt das Evangelium der ganzen Schöpfung! Wer glaubt und getauft wird, der wird gerettet werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden.

 

Selbst wenn es keinen anderen Grund dafür gäbe, sollte dieser klare Auftrag genügen, um jede Frage auszuräumen, ob die Taufe wirklich notwendig ist. Jesus ließ sich taufen, um »alle Gerechtigkeit zu erfüllen«. Der Vater wollte es und Jesus machte es so. Was seine Nachfolger betrifft, gab Jesus einen Auftrag worauf Neubekehrte getauft werden bzw. sich taufen lassen. Punkt. Wer gleich am Anfang seines Glaubenslebens an diesem einfachen Gehorsamsschritt Kompromisse schließt, hat es schwer, zu bestehen, wenn es in der Nachfolge wirklich ernst wird.

Der Taufbefehl Jesu galt den Heiden ebenso wie den Juden, nur dass es für letzte bei weitem schwieriger war, es ihren eigenen Landsleuten gegenüber zu erklären. Gemäß dem Alten Bund gehörten sie ja schon durch natürliche Abstammung zum Volk Gottes. Durch ihre Taufe erklärten sie es jetzt als wertlos[6]. Das rief natürlich einen religiösen Ärger der Juden hervor, ähnlich dem, wenn ein Lutheraner sich als Erwachsener aufgrund eigener Glaubensentscheidung taufen lässt.
 

Untertauchen
Wir sollten davon ausgehen, dass sowohl die Jünger Jesu als auch die ersten Gemeinden, die ja größtenteils aus Judenchristen bestanden, die Taufe so verstanden hatten, wie sie oben geschildert ist. Auch wir sollten sie vor diesem geschichtlichen Hintergrund sehen und sie nicht in unsere eigene kirchliche oder kulturelle Prägung hineinpressen. Manche haben eine Schiffstaufe vor Augen oder denken an ein Baby, das z.B. auf den Namen Maximilian »getauft« wird, also einen Namen bekommt.

Wegen ihrer Vorgeschichte wurde die Taufe von den ersten Christen immer als ein Ein- bzw. Unterrauchen verstanden., was das griechische Wort baptitzo auch bedeutet. Kritiker sagen, in Jerusalem habe es gar nicht so viel Wasser gegeben, um eine Massentaufe, wie in Apostelgeschichte 2 beschrieben, durch Untertauchen durchzuführen. Nun, was ist mit dem Teich von Siloah oder dem Teich von Bethesda[7]? Außerdem gab es unzählige Mikwen für rituelle Waschungen in Jerusalem. Von der einzigen, detailliert beschriebenen Taufe im NT heißt es:
 

Apostelgeschichte 8,35-39
Da tat Philippus seinen Mund auf und begann mit dieser Schriftstelle und verkündigte ihm das Evangelium von Jesus. Als sie aber auf dem Weg weiterzogen, kamen sie zu einem Wasser, und der Kämmerer sprach: Siehe, hier ist Wasser! Was hindert mich, getauft zu werden? Da sprach Philippus: Wenn du von ganzem Herzen glaubst, so ist es erlaubt! Er antwortete und sprach: Ich glaube, dass Jesus Christus der Sohn Gottes ist! Und er ließ den Wagen anhalten, und sie stiegen beide in das Wasser hinab, Philippus und der Kämmerer, und er taufte ihn (tauchte ihn unter). Als sie aber aus dem Wasser heraufgestiegen waren, entrückte der Geist des Herrn den Philippus, und der Kämmerer sah ihn nicht mehr; denn er zog voll Freude seines Weges.

 

Bedeutung
 

Römer 6,2-4
Wie sollten wir, die wir der Sünde gestorben sind, noch in ihr leben? Oder wisst ihr nicht, dass wir alle, die wir in Christus Jesus hinein getauft sind, in seinen Tod getauft sind? Wir sind also mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod, damit, gleichwie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters aus den Toten auferweckt worden ist, so auch wir in einem neuen Leben wandeln.
 

Kolosser 2,11-13
In ihm seid ihr auch beschnitten mit einer Beschneidung, die nicht von Menschenhand geschehen ist, durch das Ablegen des fleischlichen Leibes der Sünden, in der Beschneidung des Christus, da ihr mit ihm begraben seid in der Taufe. In ihm seid ihr auch mitauferweckt worden durch den Glauben an die Kraftwirkung Gottes, der ihn aus den Toten auferweckt hat. Er hat auch euch, die ihr tot wart in den Übertretungen und dem unbeschnittenen Zustand eures Fleisches, mit ihm lebendig gemacht, indem er euch alle Übertretungen vergab;

 

Um die Taufe zu verstehen, müssen wir uns zunächst mit unserer Errettung beschäftigen. Wer Jesus Christus als Herrn und Erretter angenommen hat, ist seinem alten Leben in Sünde gestorben und von neuem geboren, d.h. er ist ein neuer Mensch geworden. Das wird durch die Taufe deutlich gemacht. Sie versinnbildlicht öffentlich bzw. äußerlich, was im Inneren geschehen ist.

In seiner Taufe identifizierte sich Jesus mit uns und unsere Taufe ist die anfängliche Identifizierung mit Ihm. Wir sind mit Ihm begraben, auferweckt und lebendig gemacht. Deshalb sollte auf die Taufe weder verzichtet werden, noch sollte sie heimlich geschehen. Die Taufe ist somit auch ein öffentliches Bekenntnis des Glaubens, nach dem man von jetzt an lebt bzw. der eigenen Weltanschauung, zu der man steht.

Gemäß Kolosser 2,11-13 ist die Taufe im Neuen Bund so bedeutsam, wie die Beschneidung im Alten Bund. So wie mit dem »Ja« bei der Trauung der Ehebund öffentlich geschlossen wird, ist die Taufe das Bundeszeichen der Christen, die mit Jesus leben. Man kann zwar ohne Trauschein zusammenleben, doch es ist nicht richtig. Genauso ist es möglich, ohne Taufe ein Christ zu sein, nur ist es nicht richtig. Auf die Taufe als Bundeszeichen lässt auch 1 Korinther 10,2 schließen. So wie die Israeliten im Meer und in der Wolke auf Mose getauft wurden, um fortan Mose bzw. dem Gesetz zu folgen, sind wir im Neuen Bund auf Jesus Christus getauft, um für Ihn zu leben.

Warum sich einige Gemeindeglieder in Korinth für bereits Verstorbene taufen ließen[8], können wir heute nicht mehr mit Sicherheit sagen. Wahrscheinlich handelte es sich bei den Toten um Gläubige, die gestorben sind, bevor sie getauft werden konnten. Was auch immer die Korinther dazu bewogen hat, es ist keine Lehre des NT. Paulus erwähnte diese Praxis lediglich, um damit die Auferstehung der Toten zu verdeutlichen.
 

Der Segen
So wichtig und bedeutungsvoll die Taufe auch ist, sie hat keinen eigenen Wert bzw. in sich selbst keine heilbringende Wirkung. Sie zeigt vielmehr die Veränderung an, die im Gläubigen vollzogen wurde und ist somit mehr ein Zeichen, als ein Sakrament[9]. Es ist bemerkenswert, worauf sie hinweist bzw. welcher Segen mit ihr im NT verbunden wird.
 

Apostelgeschichte 22,16
Und nun, was zögerst du? Steh auf und lass dich taufen, und lass deine Sünden abwaschen, indem du den Namen des Herrn anrufst!
 

1 Korinther 6,11
Und solche sind etliche von euch gewesen; aber ihr seid abgewaschen, ihr seid geheiligt, ihr seid gerechtfertigt worden in dem Namen des Herrn Jesus und in dem Geist unseres Gottes!
 

Titus 3,5
da hat er uns – nicht um der Werke der Gerechtigkeit willen, die wir getan hätten, sondern aufgrund seiner Barmherzigkeit – errettet durch das Bad der Wiedergeburt und durch die Erneuerung des Heiligen Geistes,
 

Hebräer 10,22
so lasst uns hinzutreten mit wahrhaftigem Herzen, in völliger Gewissheit des Glaubens, durch Besprengung der Herzen los vom bösen Gewissen und am Leib gewaschen mit reinem Wasser.

 

Um es noch einmal zu betonen, nicht die Taufe vermittelt uns den o.g. Segen. Nur das Blut[10] des Lammes bewirkt die Vergebung der Sünden, die Wiedergeburt, unsere Rechtfertigung, ein reines Gewissen u.a.. Aber die Taufe versinnbildlicht das, was in unserem Inneren ein für alle Mal geschehen ist.

Lasst uns an dieser Stelle auch 1 Petrus 3,21 betrachten.
 

… welches jetzt auch uns in einem bildlichen Sinn rettet in der Taufe, die nicht ein Abtun der Unreinheit des Fleisches ist, sondern das Zeugnis eines guten Gewissens vor Gott durch die Auferstehung Jesu Christi.

 

Das Zeugnis, grch. eperotema, wird manchmal mit Bitten übersetzt. Aber das ist nicht richtig, denn es heißt Forderung bzw. im Zusammenhang des o.g. Verses eher Anforderung. Nach der ULU-Bibel wird die Taufe »der Bund eines guten Gewissens mit Gott« genannt. Sehr gut gibt es das rev. NTR[11] wieder: »Eine Taufe, die nicht im Ablegen der Unsauberkeit des Fleisches besteht, sondern ein bindendes Versprechen an Gott ist, ein gutes Gewissen ‹zu bewahren›, kraft der Auferstehung Jesu Christi«.
 

Glaube
So wichtig und bedeutungsvoll die Taufe ist, wir müssen auch wissen, was sie nicht ist bzw. nicht bewirkt. Die Taufe hat in sich selbst keine rettende Kraft. Wenn man manche Bibelverse isoliert betrachtet, könnte man vielleicht der Ansicht sein. Aber wenn wir zum Thema Errettung das gesamte NT heranziehen, wird schnell klar, dass uns das Heil nicht durch äußere Handlungen vermittelt wird. Alle geistlichen Segnungen beginnen im Inneren und »wachsen« dann nach außen. Weder eigene Werke noch »heilige Sakramente« oder irgendwelche verstaubten Reliquien vermögen uns zu retten. Menschen werden einzig und allein durch die Gnade Gottes und ihren Glauben an Jesus Christus gerettet[12]. Im Verlaufe ihrer Geschichte hat sich die (verstaatlichte) Kirche immer mehr von der Gnade Gottes, vom echten Wirken des Heiligen Geistes und vom lebendigen Glauben an Jesus Christus wegbewegt, hin zu äußeren Ritualen. So wurde dann auch die Taufe als eine heilbringende Handlung verstanden, weshalb man, sozusagen prophylaktisch, die Babys der gläubigen Eltern taufte. Obwohl es im Altertum üblich war, dass der gesamte Haushalt, einschließlich der Kinder, die Religion bzw. die Philosophie des Hausherrn annahm, gibt es keinen biblischen Hinweis auf die Babytaufe. Gemessen am Kontext der Bibel müssen wir davon ausgehen, dass die Anwesenden im Haus des Kerkermeisters in Philippi oder im Haus es Kornelius[13] alt genug waren, das Evangelium zu verstehen und selbst zu glauben.

Im Mittelalter wurden in Missionsgebieten die Eingeborenen sogar zwangsweise getauft, um ihre Seelen zu retten. Man stelle sich vor, ein Priester würde am Badestrand stehen und den Segen sprechen, wenn der See voller Badelustiger ist, um hinterher zu erklären, sie seien jetzt Christen geworden. Solch eine Vorstellung ist lächerlich. Es ist nicht das, was die Bibel lehrt. Der Glaube rettet und nicht die Taufe bzw. das Wasser. Danach, wenn ein Mensch gläubig geworden ist, wird er getauft, und zwar auf das Bekenntnis seines eigenen Glaubens hin. In diesem Zusammenhang und dieser Reihenfolge müssen wir die Bibelverse verstehen, die den Glauben, die Errettung und die Taufe beinhalten.
 

Markus 16,15-16
Und er sprach zu ihnen: Geht hin in alle Welt und verkündigt das Evangelium der ganzen Schöpfung! Wer glaubt und getauft wird, der wird gerettet werden …
 

Apostelgeschichte 8,12.36-37
v.8 Als sie aber dem Philippus glaubten, der das Evangelium vom Reich Gottes und vom Namen Jesu Christi verkündigte, ließen sich Männer und Frauen taufen.
v.36-37 … und der Kämmerer sprach: Siehe, hier ist Wasser! Was hindert mich, getauft zu werden? Da sprach Philippus: Wenn du von ganzem Herzen glaubst, so ist es erlaubt …
 

Apostelgeschichte 16,15.33-34
v.15 Als sie aber getauft worden war und auch ihr Haus, bat sie und sprach: Wenn ihr davon überzeugt seid, dass ich an den Herrn gläubig bin, so kommt in mein Haus und bleibt dort!
v.33-34 … und er ließ sich auf der Stelle taufen, er und all die Seinen. Und er führte sie in sein Haus, setzte ihnen ein Mahl vor und freute sich, dass er mit seinem ganzen Haus an Gott gläubig geworden war …

 

Wassertaufe und Erfüllung mit dem Heiligen Geist
 

Apostelgeschichte 2,38
Da sprach Petrus zu ihnen: Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden; so werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.

 

Aufgrund der Aussage, die Petrus während seiner Predigt in Jerusalem machte, wird die Wassertaufe mancherorts so verstanden, dass dadurch gleichzeitig bzw. automatisch der Heilige Geist vermittelt wird[14]. Doch auch diese Annahme wird durch den Kontext des NT widerlegt. Auch wenn die Taufe und die Erfüllung mit dem HG zeitnah geschehen können, handelt es sich um unterschiedliche Erfahrungen bzw. Segnungen. Die Gläubigen in Samaria ließen sich taufen und empfingen erst später durch die Handauflegung der Apostel die Gabe des HG. Genauso verhielt es sich in Cäsarea und in Ephesus. Die Erfüllung mit dem HG geschah separat zur Taufe[15].

Nach Hebräer 6,2, wo es um die Lehre von den Taufen (Mehrz.) geht, gibt es mehr, als nur eine Taufe. Abgesehen von der Taufe Johannes d.T. kennt das NT drei Taufen: Die Taufe in den Leib Christi hinein, die Wassertaufe und die Taufe im Heiligen Geist[16]. Wenn diese Taufen auch eng zusammengehören, sollten wir sie dennoch als unterschiedliche Taufen betrachten. Dadurch werden Missverständnisse von vornherein ausgeschlossen.

Für jede Taufe wird ein Täufer, ein Täufling und das Medium, in das hineingetauft wird, benötigt. Wenn ein Mensch wiedergeboren wird, tauft der Heilige Geist ihn in den Leib Christi hinein. Danach tauft der Pastor[17] ihn in Wasser hinein. Zusätzlich tauft Jesus ihn in den Heiligen Geist hinein. Offensichtlich kann es sich nicht um ein und dieselbe Taufe handeln, denn sowohl der Täufer als auch das Taufmedium wechseln.

Um den Segen im vollen Umfang aus allen drei Taufen zu erhalten und würdige Nachfolger Jesu zu sein, sollten wir uns an die Vorgaben des NT halten.


[1] s. z.B. 3 Mos 14,8; Jes 1,16; Hes 36,25; Sach 13,1

[2] Das Wort Mikwe (hebr. mik-wah) meint sowohl den rituellen Tauchvorgang, als auch das Gebäude, in dem sich dieses Bad befindet. Übersetzt bedeutet es soviel wie »Ansammlung von Wasser«.Die älteste Mikwenbauten, die in Israel gefunden wurden, stammen aus der Zeit von ca 500 v.Chr.. Einige der heute bekanntesten Mikwen befinden sich in Deutschland (z.B. Köln, Spyer, Worms, Fürth, Berlin).

[3] Luk 7,29-30

[4] Matth 3,15

[5] Verg. Apg 19,3-5

[6] Vergl. dazu Phil 3,4-9

[7] Joh 5,2; 9,7

[8] 1 Kor 15,30

[9] Das Sakrament, aus der lat. Wurzel sacer (heilig), wird seit dem Mittelalter in Verbindung mit dem grch. mysterion

(Geheimnis) als Heilsmittel verstanden. Wenn die Bedeutung in den heutigen Amtskirchen auch differiert, ist sie im
Kern so, dass nicht mehr der persönliche Glaube an Gott als den Geber ausschlaggebend zum Empfang eines
Segens ist, sondern die Handlung eines kirchl. Amtsträgers.

[10] 1 Petr 1,2; 1 Joh 5,6; Off 1,5

[11] Das rev. NTR ist noch nicht veröffentlicht. Zitat mit freundlicher Genehmigung von Manfred Roth.

[12] Wäre die Taufe eine heilsnotwendige Handlung, hätte Paulus in Korinth schlechte Missionsarbeit geleistet.

S. 1 Kor 1,17

[13] Apg 10,44.47.48; 16,30-33

[14] Die Wiedergeburt ist ein Werk des HG (Tit 3,5). Somit hat jeder Gläubige den HG in sich (Röm 8,9). Die Erfüllung

mit dem HG bzw. die Taufe im HG ist jedoch eine weitere Segnung, die separat von der Errettung empfangen wird.

[15] Apg 8,12-17; 10,44-48; 19,1-6

[16] 1 Kor 12,13; Gal 3,27; Apg 8,38; Mark 1,8

[17] Das NT sagt nicht ausdrücklich, wer zu Taufen ermächtigt ist. Paulus, der seine Berufung sehr ernst nahm, war

zurückhaltend, andere zu taufen (s. 1 Kor 1,17). Da die Gemeinde in den Briefen sehr betont wird, ist es der
normale Weg, dass Neubekehrte innerhalb einer Gemeinde vom jeweiligen Pastor getauft werden.

 

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